Muster schaffen

Jeder von uns kennt dies, nach einem Muster, nach einer Vorstellung handeln. Eigentlich der normale Ablauf unserer Handlungen. Wir sehen die Notwendigkeit etwas zu tun, zu erledigen, unser arbeitender Verstand nimmt sich der Sache an und geht seiner Arbeit nach. Allerdings ebenso häufig und normal ist, wenn es keine spontane Handlung unseres arbeitenden Verstandes ist, das der Denker die Gelegenheit zur Analyse nutzt, vergleiche mit abgespeicherten Handlungen der Vergangenheit macht um dann dem arbeitenden Verstand eine Arbeitsanweisung zu erteilen. Hier wird also der kurze Moment, der zwischen dem Erkennen eines Problems und dessen  Beseitigung liegt dazu genutzt, aus unserem Zentrum eine Vorstellung wie etwa die, was zu tun ist einzubringen und durchzusetzen. Es werden dazu Muster verwendet, die wir im Laufe des Lebens gebildet und im Bewusstsein abgespeichert haben. Das Problem, diese Muster sind alt und Teil unserer Vergangenheit und sie sind oft nicht geeignet, auf Fragen der Gegenwart die Antworten zu geben, die Zukunft haben.

 

Der aus der Vergangenheit Handelnde hat keine Zukunft, er lebt seine Vergangenheit.

 

Zu den Mustern gehört das Schubladendenken womit wir nach unseren eigenen Kriterien für Annahme und Ablehnung, Menschen in die entsprechenden Gruppen einteilen und pauschal ablehnen und über sie urteilen. Ohne und ich betone dies,  ohne wirklich etwas über die Menschen zu wissen oder erfahren zu wollen.  Ein täglicher Vorgang, ohne dass wir ihn direkt mitbekommen. Ebenso urteilen wir, benennen wir Menschen und Dinge nach unseren Erfahrungen und Mustern. Das ist weder gut noch schlecht, es ist eine Tatsache, dass wir so gestrickt sind. Macht uns das glücklich oder macht dies unsere Handlungen besser, wohl nicht sonst wären wir doch alle zufriedener bei unserer Arbeit oder im Alltag mit unserer Familie...

 

Teil 2

 

Zunächst einmal, wir können das weder Steuern noch mit Zwang verändern. Was wir können ist hinsehen und in uns diese Abläufe wahrnehmen. Bei dem Hinschauen stellen wir fest und haben das Gefühl, das die bereitschafft zum Handeln und wie wir handeln, ebenso wie die Antworten auf Fragen von einem Punkt aus unserem Innern kommen. Wir bezeichnen diesen Punkt unterschiedlich. Der eine sieht ihn als göttlichen Funken, ein anderer als Seele die meisten bezeichnen diesen Punkt wohl als ich. Das was alle Angelegenheiten, wo der Geist gefragt ist, regelt. Das Ich, das was mich ausmacht, mein Zentrum. Wie oben beschrieben, wenn ohne Verzögerung, spontan gehandelt wird, ist meist auch alles in Ordnung, das Ergebnis fühlt sich richtig an. Oft haben wir dann aus unserem Bauchgefühl, wie man sagt gehandelt

 

Wenn wir darüber nachdenken, können wir oft mit dem Ergebnis, das nach dem Denken durch uns in die Handlung fließt, nicht zufrieden sein.

 

Das alleine zu beobachten, sich damit zu beschäftigen fordert eine Menge Energie von uns. Sie müssen mir nicht zustimmen, allerdings schließen sie damit Möglichkeiten aus, die vielleicht weiterhelfen können, zu einem zufriedenen Leben zu finden.

Davon einmal ganz abgesehen, sind unsere Handlungen nicht frei. Denn die Muster, das Verhalten was wir in der Vergangenheit gelebt haben, bestimmen unsere Handlungen. Durch diesen Einfluss sind unsere Handlungen unfrei oder auch keine Handlungen sondern Reaktionen auf eine Herausforderung. Wenn wir uns selbst nicht beobachten, uns selbst nicht wahrnehmen in unserem Tun, haben wir keine Möglichkeit, den Einfluss der Vergangenheit auf unsere Arbeit in der unmittelbaren Gegenwart zu bemerken und daraus zu lernen. Das ständige lernen im Augenblick unserer Handlungen gehört zu den elementaren Bedingungen, wenn wir auf unserem Weg durch diese Welt glücklich uns achtsam sein möchten.

 

Was wir üblicherweise unter Lernen verstehen, das Sammeln von Informationen, das Wissen über viele Dinge, bringt uns das auf dem Weg der geistigen Entwicklung nicht weiter, wir brauchen das gesammelte Wissen um uns in der Welt zurechtzufinden. Um jedoch den Weg eines glücklichen Lebens im Alltag zu mir selbst zu finden, ist das Wissen um mich selbst und was ich so treibe und tue, warum ich das so mache existenziell. Und dieses Wissen um mich selbst ist die ständige Wahrnehmung meiner Präsenz, meines Tun, meines Lernen im direkten Zusammenhang mit meinem Leben.

 

Zu dieser Wahrnehmung kommt es nicht, wenn wir aus dem heraus handeln, was unser Leben in der Regel ausmacht, die Erfahrung der Vergangenheit. Eines der stärksten Regungen unseres Lebens ist die Gier nach Erfahrungen, nach dem Erleben. Wir spüren das alle, das Wollen Neues zu erleben, anderes kennen zu lernen, die Erfahrung eines reichhaltigen Lebens zu machen. Daher kommt auch die Vorstellung, dass Erleuchtung, Erkenntnis, Erwachen etwas Erstrebenswertes ist, das wir unter allen Umständen noch verwirklichen wollen.  

 

Dass wir alles was wir brauchen, alles was wir sind, alle Präsenz bereits da ist, können wir nicht sehen, da wir nicht bereit sind, uns auf das was wir sind einzulassen. Es kann sich auch nicht zeigen, wenn wir im lernen, in der Achtsamkeit nicht wahrnehmen, das wir das gelernte bereits sind, das wir uns selbst darin kennenlernen. Es geht nicht anders als vertrauen in uns selbst zu finden. Uns selbst Stück um Stück kennenzulernen. In jeder Bewegung zu erkennen, das ich nicht verschieden von meiner Handlung bin, dass ich diese Handlung bin. Zu erkennen, das es keine anderen Menschen als uns selbst gibt, das alle Menschen über die gleiche Struktur, die gleiche Psyche, das gleiche Potenzial verfügen. Das in diesen Menschen, die auch in der Form keineswegs gravierend sich unterscheiden, das Alte, die Vergangenheit, das Erleben die Katastrophe oder das Glück auslöset das sie sind. Wir sind das was wir leben, daran führt kein Weg vorbei.

 

An dieser Stelle darf nicht vergessen werden, dass jedes Leben eben mit sehr unterschiedlicher Erziehung durch Eltern Lehrer usw. konfrontiert wird. Es ist auch zu sehen, dass jeder Mensch anders mit diesen Situationen, in die er geboren wird, in denen er aufwächst, umgeht und sich unterschiedlich entfaltet. Das alles ist noch keine Freiheit, Freiheit ist etwas anderes.

 

Wenn wir anfangen uns selbst wahrzunehmen, unser Universum, dass wir selbst schaffen, unser Licht wahrnehmen, das uns in dieser Dunkelheit leuchtet kann und wird sich alles ändern. Nicht wir ändern uns, es ändert sich. Wozu dann auch die Sicht gehört, mit der wir sehen, das Fühlen, mit dem wir Kontakt zum außen halten. Einzige Bedingung, aufhören uns mit anderen zu vergleichen, ankommen in dem was wir sind.

 

Wenn du nicht die Wahrheit bist, gibt es sie nicht, versteh das.

 

Teil 3

 

Essenz

 

Die Selbsterforschung, das hinsehen in unseren Lebensablauf, ermöglicht uns Einsicht in innere Vorgänge. Bitte hier darauf achten Einsicht, nicht Erkenntnis. Erkenntnis gehört zum Wissen und ist damit der Vorgang des Denkens, bereits gespeichert in dem Augenblick, in dem wir die Erkenntnis mit dem in uns vorhandenen verglichen haben und sie benennen. Das bringt uns nicht weiter. Einsicht ist ein Blick auf Vorgänge ohne sie zu benennen, zu beurteilen. Einzig hinsehen. Wenn wir nur hinsehen ohne Worte zu benutzen, müssen wir aufmerksam sein. Erst diese Aufmerksamkeit lässt uns die Vorgänge sehen, die in den Bewegungen des Gehirns, in unserem Bewusstsein ablaufen.

Dabei geschieht auch Lernen, ich kann mich kennenlernen, meine Reaktionen kennenlernen. Wenn ich dieses Erkennen lernen benenne, speichert mein Gehirn die Erkenntnis des Kennenlernens, die Benennung, das Wort ab. Damit speichere ich nicht das Wahrgenommene, das Gelernte ab sonder ich speichere das ab, was mein Denker sich bei dieser Wahrnehmung gedacht hat, die Benennung. Wenn sich damit dann ein Handlungsmuster entwickeln lässt, ist das der Beginn von einem neuen Muster.    

Versuchen sie es mal, wenn sie es noch können, es wird das Erstaunen was sie alles produzieren, sie umwerfen. Dann können sie alles bisherige Wissen über ihre Handlungen, Beziehungen vergessen und sich der realen Welt zuwenden, ihrer Welt.

Warum ist das so. Die Vorgänge in unserem Bewusstsein sind sehr komplex und erfordern eine Menge Energie. Normalerweise haben wir keine Lust uns damit zu beschäftigen und das Gehirn und der Körper sind auf Routine, auf einen geregelten Ablauf eingestellt. Unsere Wahrnehmung bekommt davon erst etwas mit, wenn es an einer Stelle zu einer Unregelmäßigkeit kommt und die Routine gestört ist. Wir fühlen uns unwohl mit diesem Zustand und das Gehirn, unser Bewusstsein wendet sich an unser Selbst, an unsere Wahrnehmung um die Lage zu klären.      

Warum benennen wir und warum ordnen wir allem einen Begriff zu. Zum einen dienen diese Begriffe dem Bewusstsein dazu, die eigenen Speicher des Erlebens, der Begegnungen, des Wissens, abrufbar zu machen. Die Bedeutung des Wortes ist zentral in einem Gehirn, das über Worte denkt, Abläufe mit Worten beschreibt, seine ganzen Handlungen über Worte definiert. Ebenso sind Bilder ein wesentlicher Bestandteil unseres Bewusstseins. Auch Sie werden über Worte abgerufen und erklärt. Ohne Worte würde aus dem Denken ein Prozess der Bildersprache, ein Lebensablauf der sich nur über visuelle Reize und einem Bildspeicher im Gehirn zeigen würde. Ein tiefer gehendes Denken, Philosophie, Mathematik, alle Erkenntnis des Menschen lässt sich nur über Sprache erreichen und vermitteln. Ohne Sprache fehlt ein wesentliches Element des Mensch sein. Ohne Sprache ist Kultur, Moral und Ethik nicht möglich.

Das jedoch bindet im Menschen viel Energie auf den Bereich Sprache und Worte und Bilder werden vernachlässigt. Alles wird benannt und im Augenblick der Benennung ist die Sache erledigt und abgespeichert. Damit nimmt das Bewusstsein jedoch nur oberflächlich die Dinge wahr. Was passiert wenn ich versuche eine Benennung zu lassen. Ohne Benennung zu leben, einem Baum nicht sofort beim ersten Sehen den Begriff Baum oder Eiche zuordne. Schauen sie hin, wenn ich nicht benenne, muss ich mir das was ich sehe genauer anschauen, ich muss auf den Baum zugehen, ihn in einem Bild erfassen. Das bringt mich tiefer in die Wahrnehmung, in den Umgang mit dem was mir im Leben begegnet. Wir sagen, Benennung verhindert das Erkennen meiner Welt, verhindert Wahrnehmung. Verhindert weil die Wahrnehmung nur bis zur Benennung, dem Wort finden geht, darüberhinaus findet keine Bewegung, keine Wahrnehmung statt.

Diese Oberflächliche Lebensweise fördert Trennung und Ablehnung, Schubladendenken weil ich mich nicht mehr mit dem was mir begegnet auseinandersetzte und es kennenlerne.

 

 

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