Das Bild, das ich von mir habe, ist dieses Bild real oder  unwirklich.

 

Was ist Meditation?

 

Dieser Frage gehe ich nach. Wenn du magst begleite mich in die komplexe Welt der inneren Vorgänge, in die innere Welt von Bildern, Konzepten, Vorstellungen, in die nur der Fragende  Eingang findet. Vergiss dabei nicht, dass alles Worte sind und Worte nie die Sache selbst sein können. Und bedenke, du selbst, dein selbst kann nur dann Erkennen, wenn du erkennen zulässt, auch zulässt was dabei geschieht.

 

Wenn wir bereit sind ohne Motivation dem Ablehnen und Annehmen keinen Raum zu lassen und vom Urteilen und Benennen uns fern zu halten, kann sich die Möglichkeit der Meditation entfalten. Dazu gehört auch, das Bild loszulassen, das wir uns von Meditation gemacht haben.

 

Meditation kann dahin führen, die ständige, innere Bewegung in uns wahrzunehmen und den Zusammenhang zu erkennen, der zur äußeren Bewegung des Handelns führt. Alles ohne jeden Weg, ohne Methode, ohne Rituale. Frei von allen Vorstellungen die wir von Meditation haben.   

 

Beginnen kann ich damit herauszufinden wer ich bin. Was weiß ich bereits über mich. Wer bin  ich in dem Wissen, das ich von mir habe. Es existiert in mir eine Vorstellung von dem was ich bin, ein Bild das ich von mir habe.

 

Noch mehr Vorstellungen über mein Dasein in dieser Welt sind da. Es sind Bilder zu entdecken,  von meinen Beziehungen, Bilder von den Menschen die diese  Beziehungen ausmachen. Leben ist immer Beziehung, gleichwertig welcher Art, Leben drück sich über Beziehungen aus.

 

Meine Frage, wer macht dieses Bild von mir, wer konstruiert, malt diese Bilder von mir und der Welt. Und warum gibt es diese Bilder.

 

Diese Frage ist wohl klar und einfach zu beantworten. Mein Beobachter formt diese Bilder aus den Erfahrung, aus dem Erlebten, aus dem Vergangenen. Warum und für welchen Zweck  macht er das? Der Beobachter bewegt und lebt aus den Erfahrungen und Rückschlüssen, die er in diesem Leben bis hierhin gemacht hat. Der Beobachter greift auf die Bewusstseinsspeicher des Gehirns zurück um diese Bilder so präzise wie möglich auf dem Laufenden zu halten. Das ermöglicht dem Gehirn/mir, in jeder Situation, die uns eine Begegnung im Außen bringt, schnell zu handeln und ohne Überlegung etwas in Gut oder Böse aufzuteilen, etwas zu bejahen oder abzulehnen. Das zeigt mir jedoch auch, dass hier eine  Wahl konstruiert wird, die es so nicht gibt, davon später.

 

Wer ist das denn nun mein Beobachter, was geht da in mir vor? Wie bereits zu sehen, ist der Beobachter mit meinem Ich identisch. Ich bin dieser Beobachter und ich bin das Bild das ich von mir geformt habe. Ich bin also das Bild und ebenso forme ich die Bilder, die ich von meinem Gegenüber habe, die ich von allem was mir begegnet bereits in mir habe.

 

(Hier eine Anmerkung: das Neue hat noch kein Bild, es liegt keine Erfahrung vor die zum Bild/Konstrukt notwendig dazugehört. Somit ist Neues nie in einem Bild in mir zu finden. Diese Begegnung mit dem bis jetzt unbekannten, wird als nächster Schritt von meinem Beobachter, von mir, als Neu abgelegt. Wenn dann ein weiteres Mal dieses vormals Neue den Beobachter erreicht, entsteht Erfahrung, das Bekannte, der Beobachter findet das Neue wieder und ein weiteres Bild beginnt sich im Beobachter zu formen. Auf dieses Bild kann ich dann bei der Wiederholung der Begegnung  zurückgreifen, eine Erfahrung ist da, die auf das wiedererkennen von bereits geschehenem basiert.)

 

Auch das bin ich, die Prozesse in mir, meine Bilder die ich schaffe mit meinem Beobachter, mit meiner Erfahrung, meinem Erleben, meiner Vergangenheit. Ein Kunstwerk, etwas Wunderbares, ein von Lebensenergie geformtes Wesen. Allerdings zeigt sich hier auch, dass die lebensnotwendige Kommunikation dieses Wesens, stets zwischen 2 Bildern stattfindet. Bilder  die das Denken, die Zeit geschaffen haben. 

 

Für mich zu sehen ist ebenfalls, dass die Bilder, die Bilder von den Menschen denen ich begegne, die Bilder von meinen Beziehungen ebenfalls vom Beobachter geschaffen sind.

 

Das hat mit dem Anspruch bewusst in der Gegenwart zu sein, voll bewusst im hier und jetzt zu sein, die Realität zu sehen, zu kennen, dem anderen zuhören nichts zu tun

 

Wenn der Beobachter, das Gehirn diese Tatsache erkennt, geschieht etwas Neues. Der Beobachter erkennt, dass er und das Bild nicht verschieden sind. Er erkennt, dass das von ihm Beobachtete und er identisch sind. Ist das verständlich, der Beobachter und das beobachtete sind eins. Wenn dies geschieht, der Beobachter sein unwirkliches tun erkennt,  hört er mit seinen Konstrukten auf. Das Gehirn schweigt und gibt den Raum und die Energie frei, die notwendig ist,  für eine innere Veränderung, eine Mutation, eine Revolution die dem Neuen gegenüber vollkommen untätig ist. Jetzt kann direktes Sehen und Handeln stattfinden.

   

Kann also Meditation den Inhalt des Bewusstseins, das Alte, das von Zeit und Denken geschaffene aus dem Gehirn entfernen, zum Schweigen bringen. Das ist eine Frage ich nur  mir beantworten kann. Du kannst das selbst herausfinden, jeder muss das für sich selbst, in sich selbst erforschen. Dann kann auch eine weitere Frage kommen.

 

Kann mein Gehirn sich erneuern, kann ich direkt mit meinem Geist, mit meinem Verstand in Verbindung kommen und mich unmittelbar meinem Gegenüber zuwenden? 

 

Das bis hierhin vorgestellte, das in mir selbst vorgehende zu erkennen, zu verstehen (nicht intellektuell, nicht Verbal sondern direkt, ohne den Prozess des Denken)  ist notwendig für das Gehirn, den Verstand. Wenn etwas über das Gewohnte,  über das Bekannt hinausgehen kann, dann nur wenn das Bekannte vom Gehirn verneint wird. Das dann dies Bekannte, das Vergangene nicht die Gegenwart bestimmt.

 

Es ist notwendig zu sehen, dass keine Methode der Meditation hilft, zu diesen Fragen eine Antwort zu finden. Meditation ist die Befreiung vom Bekannten von den Schubladen in denen die gemachten Bilder, die Konstrukte auf ihre Verwendung warten. Es kann das was der Mensch landläufig unter Meditation versteht, kein Gehirn befreien, wenn dazu Methoden des Stillstands, des Schweigens, des zwanghaften Innewerdens jede freie Wahrnehmung verhindert. Meditation nochmal muss Freiheit von jeder Motivation, jedes Hintergedankens sein. Dazu bedarf es einer  Sensibilität, einer Wahrnehmung die in der Lage ist die Fluchtwege, die kleinsten Bewegungen im Gehirn aufzuspüren.  Wenn das Gehirn die Ursache für den Stumpfsinn erkennt, in dem es versucht sich zu entfalten, hört der Spuk auf. Das Gehirn erkennt, dass mechanisches Denken und die Methoden, die ebenfalls mechanisch sind, zu diesem Stumpfsinn führen, es befreit sich davon, es schweigt.

Verstehen findet statt,  auf einer anderen Ebene, ein Verstehen das  über den Geist hinaus geht. Klarheit ist da, Klarheit ein Zustand in dem es keine Wahl gibt. 

 

Diese Klarheit ist jedem schon einmal geschehen. Du unterhältst dich mit jemandem, der dir versucht etwas zu erklären aber du verstehst es nicht. Du hörst die Worte nur sie verbergen ihren Inhalt vor dir. Plötzlich sagst du deinem Gegenüber ja ich habe verstanden. Das Verstehen ist unmittelbar von einer anderen Ebene in deinen Geist gekommen, du machst darum keinen Wind weil es dir nicht auffällt.  Du kannst es auch nicht erklären, denn es fehlt das Bekannte, die Vergangenheit, das Denken in diesem Vorgang. Es sind nicht die Worte die du verstehst, es ist das Aufhören der Zeit, des Denkens, die das Verstehen ermöglichen. Um dies zu bemerken bedarf es einer wahrnehmenden Aufmerksamkeit, die Aufmerksamkeit der Meditation. Meditation die überall stattfinden kann, unter der Dusche, vor dem Spiegel, im Auto am Arbeitsplatz. Es ist ein Vorgang, der keinen Wert auf menschliche Benennung legt, der nicht auffällt, der keines bewussten Beginnens keiner Rituale bedarf. Dieser Vorgang ist nicht vom Bewusstsein gesteuert, das Einzige was dieser Zustand zulässt ist Anwesenheit, vollkommen untätige Anwesenheit.

 

Diese Klarheit, deren es bedarf wenn Achtsamkeit, vollkommenen Zuhören, Mitgefühl da ist.  Ein Verstehen, ohne das wir sagen könnten, welche Worte uns zu dem Verstehen geführt haben. Es sind keine Worte, es ist das Aufhören der Zeit, des Denkens, die das Verstehen ermöglichen. Im Augenblick des Verstehens sind diese Bilder, die Vergangenheit nicht mehr da. 

 

Die Meditation zerstört die Bilder, die Vergangenheit, sie  befreit vom Denken, von Worten, vom urteilen, sie kann das Gehirn vom Bekannten befreien. – Eines ist wichtig, ich schreibe hier nicht von den täglichen Begebenheiten an der Oberfläche unseres Daseins. Von der analogen Zeit. Selbstverständlich müssen wir unserer Arbeit nachkommen können und das dafür notwendige Handwerkszeug bleibt uns erhalten. Alles für uns Lebensnotwendige hält unser Gehirn vor. Allerdings sendet es nicht mehr dauernd Informationen über äußere Dinge, wenn wir uns nicht gerade damit beschäftigen. Auch an dieser Peripherie tritt Ruhe und Frieden ins Leben. Konflikte können im Inneren und Äußeren enden. 

 

Dieser Zustand, die Meditation  setzt die Kraft frei zum totalen Zuhören, zur Klarheit, zum direkten Handeln ohne Wahl. Diese Unmittelbarkeit kann sein, da keine Zeit, kein Denken beeinflusst. Dann ist hören und sehen ein direkter Akt. Vollkommenes Verstehen als Akt der Klarheit. 

 

Die Wahl, ständig in unseren Handlungen anwesend, beruht auf der Beeinflussung durch unsere selbstgestrickten Konstrukte und Bilder. Diese üben Einfluss auf unser Handeln aus. Wenn wir klar sind, innerlich frei sind von dieser Beeinflussung, ist Wahl nicht notwendig, es gibt sie nicht.  Niemand muss zwischen Tatsachen wählen. Tatsachen schaden niemandem,  allerdings was wir aus den Tatsachen durch unsere Sicht schaffen und dann leben, bringt das Leid und die Zerstörung, die wir uns und allen anderen antun.

 

Eine Frage die immer im Zusammenhang mit der Materie unseres Daseins auftritt, ist die nach dem Verfall. Es entsteht die Frage nach dem schleichenden Verfall unseres Gehirns und  unseres Körpers. Der Verfall unter dem Gehirn und Körper oft schon in jungen Jahren leiden, hat keinen Einfluss auf den Vorgang der Meditation. Ein Gehirn, das von seiner Vergangenheit, seiner Bilder befreit ist, ist in einem jungen, frischen Zustand.

 

Was ich im Zusammenhang mit den Fragen erwähnen möchte. Bereits bei der Formulierung  der Frage ist Sorgfalt notwendig. Eine Antwort zu finden ist nur möglich, wenn bereits in der Frage die Offenheit liegt, in der sich die Antwort entfalten kann. Wenn bereits in der Frage die Beeinflussung des Bekannten liegt, eine Motivation da ist, wird das nichts….

 

Noch etwas zum werden im psychischen Teil unseres Lebens. In unserem Inneren gibt es kein werden. Wer nur eine einzige dieser Fragen verstanden hat, hat alle verstanden. Das Werden ist im Äußeren unserer Existenz eine Tatsache. Ein Haus bauen dauert, es wird bis zu Fertigstellung Monate Zeit (analoge Zeit)  in Anspruch nehmen. Diese analoge Zeit brauchen wir als Maaß im Außen.

 

Im Inneren gibt es keine Zeit, wie wir selbst herausfinden können. Unser Beobachter schafft diese Zeit, er braucht sie um die Bilder und Konstrukte zu bauen. Das Bekannte ist die Zeit. Und unser Denken, ebenfalls Zeit, wird nie besser oder schlechter wenn Zeit vergeht. Wir werden kein besserer Mensch auch wenn wir noch so viel Zeit für eine Entwicklung haben. Es gibt im Inneren keine Entwicklung. Es kann eine Mutation stattfinden ja, doch ist diese totale Erneuerung kein sich entwickeln.

 

Um es gleich vorweg zu nehmen. Es ist richtig das es nicht nur schwarz und weiß gibt sondern auch grau und viele andere Schattierungen. Wenn du jedoch genau in dein inneres schaust siehst du, dass es nicht mal in den Träumen eine Farbe gibt. Entweder ist Licht in mir oder Dunkelheit alles andere ist eine Vorstellung.    

 

Finde es heraus, niemand kann das für dich herausfinden........

 

 

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